Kredit für Hund oder Katze? Wenn für das Haustier Kosten anfallen

17. Juli 2018

Kredit für Hund oder Katze

Der Hund ist der beste Freund des Menschen – und gehört zu den beliebtesten Haustieren. Mehr als acht Millionen Hunde leben in deutschen Haushalten, überrundet werden sie nur von der Zahl der Haustiger. In den seltensten Fällen nimmt man einen Kredit für die Anschaffung eines Hundes auf. Lediglich bei größeren Projekten, etwa dem Einstieg in die Hundezucht, kann ein Ratenkredit benötigt werden. Häufiger jedoch ist die Situation, dass durch den Hund Schaden entsteht oder der geliebte Vierbeiner krank ist und beachtliche Tierarztkosten anfallen. Hat der Tierhalter nicht durch Versicherungen vorgebeugt, ist ein Kredit für Hund oder Katze oft die einzige Lösung.

Grundsätzliche Überlegungen

  • Bei der Hundeanschaffung an die Haltung und die anfallenden Kosten denken
  • Tier-Haftpflichtversicherungen können bei Hunden sehr sinnvoll sein
  • Tierkrankenversicherungen reduzieren die Kosten für langwierige Behandlungen

Inhaltsverzeichnis

    • Themenübersicht:
  • Den Hundekauf mit einem Kredit finanzieren?
    • Die Anschaffung des Hundes
  • Nach dem Kauf – die richtige Unterbringung
  • Weitere Kosten: Haftung des Hundehalters
    • 1. Verletzungen bei anderen Hunden
    • 2. Sachschäden durch den Hund
    • 3. Personenschäden
    • 4. Wohnraumschäden
    • 5. Verkehrsunfälle
  • Veterinärkosten – wenn der Hund krank wird
    • Tierkrankenversicherungen
  • Wie man den Kredit für Hund und Haltung am besten finanziert
    • Der Dispokredit – unkompliziert, aber unverhältnismäßig teuer
    • Ratenkredite – auch für den Hund
  • Ratenkredite: der Kreditantrag
    • Ratenkredite im Vergleich
  • Den Antrag stellen
    • Die Legitimierung
    • Zum Schluss die Auszahlung
  • Fazit zum Kredit für den Hund

Themenübersicht:

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Den Hundekauf mit einem Kredit finanzieren?

VerbrauchertippsHundefreunde, die nicht mit einem Vierbeiner aus dem Tierheim zufrieden sind, haben oft ihr Herz an eine besondere Rasse verloren. Je nach dem Wert des Hundes kann der Kaufpreis im Einzelfall mehrere Tausend Euro betragen. Gerade bei Rassehunden kommen neben der Anschaffung mitunter auch weitere Kosten auf den Halter zu. Dies umfasst eine „standesgemäße“ Unterbringung, vor allem bei größeren Hunden, ebenso wie die Pflege und möglicherweise die Teilnahme an Preisveranstaltungen oder eigene Aktivitäten als Hundezüchter. In solchen Fällen kommen Kosten zustande, die weit über den Preis des Hundefutters und die jährliche Impfung hinausgehen.

Die Anschaffung des Hundes

Im Tierheim bittet man den zukünftigen Hundebesitzer nur um eine Erstattung der Grundkosten, etwa für die Impfung und die dazugehörigen Papiere – auch wenn Spenden immer willkommen sind. Bei Rassehunden sieht das anders aus. Der Wert eines Rassehundes richtet sich nach der Beliebtheit der Rasse, nach dem Ruf des Züchters, aber auch nach den von den Eltern mutmaßlich mitgegebenen Charaktereigenschaften. Letzteres ist bei Gebrauchshunden von hoher Bedeutung, und  natürlich auch bei Tieren, die ihrerseits für die Zucht bestimmt sind. Dazu können Jagd- und Schutzhunde ebenso gehören wie etwa Windhundrassen, aber auch solche Hunderassen, die wegen ihrer Schönheit oder bestimmter Eigenschaften geschätzt werden.

Ein Welpe kostet nach Angabe von Experten zwischen 300 und 1500 Euro. Aber damit ist es noch nicht getan. Neben der Anschaffung steht die tierärztliche Erstuntersuchung, das Impfen und Entwurmen auf dem Plan, und natürlich der jährliche Checkup und die Auffrischungsimpfungen. Fast 15.000 Euro kostet ein Hund im Laufe seines Lebens.

Und da der kleine Kerl nicht klein bleibt, muss er beizeiten erzogen werden. Ist der Hund „nur“ für eine Laufbahn als Haustier bestimmt, genügt eine Ausbildung in der Familie. Soll er aber eine tatkräftige Hilfe sein, etwa als Wach- und Schutzhund, kommt schnell auch eine Ausbildung durch Hundetrainer hinzu und regelmäßige Übungen auf dem Hundeplatz oder in einem entsprechenden Verein. Auch dies kostet wieder einiges.

Nach dem Kauf – die richtige Unterbringung

daumen_hochIst ein Welpe oder ein junger Hund gekauft, fallen neben ersten Tierarztkosten auch gleich andere Posten an. Dazu gehört neben der Ausstattung die Unterbringung des neuen Familienmitglieds – oder „Mitarbeiters“. Je nach der Größe des Hundes kann oder sollte er nicht in der Wohnung gehalten werden. Dann muss eine Außenanlage in ausreichender Größe vorhanden sein, damit sich der Vierbeiner frei bewegen kann. Wer noch nicht über einen Zwinger oder einen gesicherten Garten oder Hof verfügt, muss jetzt an Um- und Ausbau gehen, um alles entsprechend herzurichten. Dieses Projekt kann teurer werden als die Anschaffung, so dass hier ein Kredit für Hund und Ausstattung Sinn machen kann.

Kosten für Hundehalter fallen an für

  • Unterbringung und Pflege
  • Haftpflicht
  • Tierkrankenversicherung
  • Veterinär
  • Ausstattung

Weitere Kosten: Haftung des Hundehalters

gebuehrenWorüber sich Hundebesitzer nicht immer im Klaren sind: Hundehalter haften für alle Schäden, die durch den Hund verursacht werden. Dies gilt auch dann, wenn das Tier keine Schuld trifft, oder wenn der Hund von einer anderen Person betreut wird. Wer nicht daran gedacht hat, eine Haftpflichtversicherung für den Hund abzuschließen, wird zur Kasse gebeten, sobald durch den Hund ein Schadensfall eintritt, und benötigt unter Umständen einen Kredit, um die erforderliche Summe aufzubringen. Zu den geläufigen Schadensfällen gehören beispielsweise

1. Verletzungen bei anderen Hunden

Haftbar ist der Hundehalter, wenn der eigene Vierbeiner andere Hunde beißt. Dies geschieht häufiger als gedacht, oft schon dann, wenn es beim Spiel unter Hunden ein wenig grober zugeht und der gebissene Hund anschließend eine tierärztliche Behandlung benötigt. Dies gilt natürlich auch, wenn der eigene Hund einem anderen Tier nachjagt und dieses zu Schaden kommt.

2. Sachschäden durch den Hund

Knabbert der Hund Gegenstände an oder werden beim Herumtollen Objekte von Tischen oder Regalen gestoßen, haftet der Halter auch hier. Egal ob es um angenagte Schuhe, angebissene Stuhlbeine oder heruntergestoßene Smartphones oder Porzellanvasen geht.

3. Personenschäden

Richtig teuer kann es werden, wenn Menschen zu Schaden kommen. Das muss nicht unbedingt durch einen Hundebiss sein – springt der Hund eine Person an, die infolgedessen stürzt und sich verletzt, haftet der Hundehalter. Zu den möglichen Kosten zählen hier auch juristische Kosten zur Abwehr unberechtigter Ansprüche!

4. Wohnraumschäden

Kosten verursachen kann auch jeder Schaden in Mietwohnungen, etwa wenn der Hund durch Kratzen oder Beißen Türrahmen, Parkettböden oder andere Objekte beschädigt. Bei möbliert gemieteten Wohnungen ist das Schadensrisiko noch weitaus höher! Dies gilt auch für Ferienwohnungen, Tierpensionen oder Mietwagen.

Neigt der Hund dazu, vor dem Mietshaus den Rasen umzugraben, Bepflanzung zu beschädigen oder auszureißen, ist auch dies ein Kostenfaktor, für den der Hundebesitzer aufkommen muss.

5. Verkehrsunfälle

Entläuft ein Hund und verursacht auf der Straße einen Verkehrsunfall, kann es zu erheblichen Personen- und Sachschäden kommen, von den nachfolgenden juristischen Maßnahmen ganz zu schweigen. Auch Verkehrsunfälle, die durch den Hund verursacht werden, unterliegen der direkten Haftpflicht des Tierhalters.

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Veterinärkosten – wenn der Hund krank wird

Wem sein Tier ans Herz gewachsen ist, der wird natürlich dafür Sorge tragen, dass es dem Vierbeiner gesundheitlich gut geht. Solange der Hund noch jung ist, stellt das in den meisten Fällen kein Problem dar. Altert das Tier, stellen sich ebenso wie beim Menschen Krankheiten und Wehwehchen ein, die in ernsteren Fällen langwierige Behandlungen oder auch Operationen erfordern. Schon die normale Untersuchung beim Tierarzt kann schnell kostspielig werden, wenn Röntgen- oder Tomografenuntersuchungen erforderlich sind. Abhängig von der Größe des Hundes kann von der Diagnose bis zu einer Operation schnell ein vierstelliger Betrag auflaufen, so dass ein Kredit für Hund und Behandlungskosten erforderlich wird.

Tierkrankenversicherungen

Krankenversicherungen für Haustiere werden empfohlen und beworben. Zwar decken Vollversicherungen in der Regel nicht alle Kosten und Krankheitsfälle ab, Versicherungen zur Deckung von Operationskosten sind jedoch sehr sinnvoll. Sie deckt die Kosten für operative Eingriffe unter Narkose ab, beispielsweise nach einem Unfall oder im Krankheitsfall. Ebenfalls übernommen werden oft die Kosten für den letzten Untersuchungstag vor der Operation, die stationäre Unterbringung und auch eventuelle Nachbehandlungen. Eine solche Versicherung speziell für Operationen rechnet sich sehr bald. Nur: Viele Tierhalter denken erst an eine Versicherung, wenn es zu spät ist. Ebenso wie beim Menschen wird die Versicherung kostenintensiver, wenn das Tier bereits älter und erkrankt ist. In diesen Fällen kann zur Deckung der Behandlungskosten ein Kredit für Hund oder Katze weniger kostspielig sein.

Hohe Kosten können Hundehaltern entstehen durch

  • Schäden, die der Hund verursacht – auch wenn das Tier keine Schuld trifft
  • Verkehrsunfälle
  • Krankheitsfall und Operationen
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Wie man den Kredit für Hund und Haltung am besten finanziert

erfahrungen_schreibenWie bei jedem Kredit sollte man auch bei Kosten, die für den Hund aufgewendet werden, mindestens einen Teil der gewünschten Summe selbst erbringen können. So bekommt man niedrigere Zinsen, eine kürzere Laufzeit und geringere Monatsraten. Wenn möglich, ist es besser, eine Weile Beträge zur Seite zu legen, die für Anschaffung, Haltung und Nebenkosten des Hundes gedacht sind – auf diese Weise wird auch schon im Vorfeld klar, welche finanziellen Belastungen der Haushalt monatlich verkraftet. Danach kommt es noch auf die Auswahl der richtigen Finanzierungsmethode an.

Der Dispokredit – unkompliziert, aber unverhältnismäßig teuer

Wer ein Girokonto mit regelmäßigen Einkünften unterhält, etwa für monatliche Gehaltszahlungen, kann das Konto innerhalb eines festgesetzten Rahmens überziehen. Der sogenannte Dispokredit kann ohne Kreditantrag genutzt und flexibel zurückgezahlt werden, ganz ohne feste monatliche Raten. Für geringe Beträge ist diese Art des Kredits recht praktisch, allerdings nur, wenn man die Kreditsumme umgehend wieder tilgen kann, denn Dispokredite werden hoch verzinst.

Ratenkredite – auch für den Hund

Wer einen größeren Betrag benötigt, etwa weil durch den Hund ein Schadensfall eingetreten ist, kann diesen in den seltensten Fällen schnell zurückzahlen. Hier empfiehlt sich ein Ratenkredit. Hierbei stehen die Zinsen für die gesamten Laufzeit fest, die Raten sind, angepasst an die Laufzeit, gut kalkulierbar. Kreditnehmer sollten lediglich darauf achten, die Möglichkeit von Sondertilgungen oder vorzeitige Ablösung des Darlehens zu haben, sofern dies finanziell möglich ist. Ratenkredite sind in der Regel keine zweckgebundenen Kredite und können daher auch zur Begleichung von Kosten genutzt werden, die durch den Hund entstehen.

Angeboten werden Ratenkredite von der Hausbank ebenso wie von Direktbanken, deshalb sollte der Kreditnehmer im Vorfeld Angebote einholen und auch Online-Kreditrechner zum Vergleich nutzen. Die günstigsten Konditionen bieten meist Online-Banken, die Abwicklung des Kreditantrags ist hier unkompliziert und der benötigte Betrag kann innerhalb weniger Tage ausgezahlt werden.

Liegt ein Notfall vor, wenn der Hund beispielsweise eine Operation benötigt, kann der Kredit als Sofortkredit beantragt werden. Ausgezahlt wird in diesem Fall in einem Zeitraum von 48 – 72 Stunden, sofern die Bonität des Antragstellers gut ist und die erforderlichen Unterlagen vorhanden sind.

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Die ING-DiBa bietet für jeden die richtige Finanzierung: vom klassischen Ratenkredit bis hin zum Wohnkredit

Ratenkredite: der Kreditantrag

gebuehrenBevor man den Kreditantrag stellt, sollte man das vorhandene Eigenkapital und die finanzielle Situation berechnen, danach den tatsächlich benötigten Kreditbetrag. Danach kann man einen Online Kreditrechner verwenden, um möglichst günstige Angebote zu ermitteln. So findet man schnell den Anbieter mit den besten Zinsen und Konditionen. Hier sollte man besonders auf den effektiven Jahreszins achten.

Ratenkredite im Vergleich

Bei Kredit-Vergleichsrechnern online läuft die Berechnung folgendermaßen ab:

  • Kredit-Betrag eingeben
  • Die Laufzeit angeben
  • Verwendungszweck hinzufügen
  • Berechnung starten

Nach Eingabe dieser Informationen erstellt der Vergleichsrechner eine Liste der in Frage kommenden Anbieter von Ratenkrediten, meist schon vom günstigsten zum teuersten Angebot sortiert. Aufgelistet wird die Höhe der Monatsrate, der Sollzins und der effektive Jahreszins. Auch Angaben zu Sondertilgungen und vorzeitiger Ablösung sollten sich unkompliziert ermitteln lassen.

Den Antrag stellen

FAQsAus dem Kreditrechner heraus gelangt man meist mit einem Mausklick zur Website der gelisteten Anbieter. Hier kann man nun eine unverbindliche, kostenlose Anfrage stellen. Zu den erforderlichen Angaben gehören die persönlichen Daten und der Nachweis eines geregelten Einkommens bzw. andere Dokumente zur finanziellen Situation. Ein Antragsformular ist in aller Regel innerhalb weniger Minuten ausgefüllt und abgeschickt, der Anbieter meldet sich – jedenfalls bei Direktbanken – rasch mit einem entsprechenden Kreditangebot. Dazu wird natürlich eine Schufa-Anfrage gestellt, die allerdings neutral bleibt und sich auf das eigene Scoring nicht auswirkt.

Schon jetzt erhält der potenzielle Kunde eine Zusage oder Absage von der Bank. Im Falle eines positiven Bescheids muss sich der Antragsteller nun legitimieren.

Die Legitimierung

Online-Banken verlangen eine Legitimierung durch das PostIdent- oder VideoIdent-Verfahren. Bei ersterem legitimiert sich der Kreditnehmer am Schalter in einer Filiale der deutschen Post durch das Vorlegen seines Personalausweises oder Reisepasses. Beim VideoIdent wird dieser Prozess in einem Videocall abgewickelt, ein Mitarbeiter des mit der Verifizierung beauftragten Unternehmens prüft die Ausweisdokumente und gleicht sie mit dem Antragsteller im Gespräch ab. Dieses schnelle Verfahren benötigt eine Kamera mit hoher Auflösung und eine stabile Internetverbindung.

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Zum Schluss die Auszahlung

Sind die nötigen Unterlagen eingereicht, die Bonität bestätigt und der Kreditnehmer legitimiert, wird der gewünschte Betrag im Einzelfall sehr schnell ausgezahlt. Wer es eilig hat, weil er dringend Geld für den Hund benötigt, kann einen Sofortkredit beantragen. Hier erfolgt die Auszahlung oft tatsächlich innerhalb von nur 48 – 72 Stunden.

Fazit zum Kredit für den Hund

Wer an seinem Vierbeiner hängt, macht sich bei der Anschaffung nicht immer klar, welche Kosten ein Hund mit sich bringen kann. Dies gilt nicht nur für kostspielige Rassehund oder die Schulung eines Wach- und Schutzhundes. Vor allem, wenn der Tierhalter keine Haftpflicht- oder Tierkrankenversicherung fazitabgeschlossen hat, findet er sich mit hohen Beträgen konfrontiert, falls der Hund ernsthaft erkrankt oder durch das Tier Personen- oder Sachschäden entstehen.

Anstatt das Girokonto zu überziehen und zusätzlich zum Schaden nun auch hohe Zinsen auf sich zu nehmen, empfiehlt sich ein Ratenkredit. Dieser kann in dringenden Fällen, etwa im medizinischen Notfall, auch als Sofortkredit beantragt werden, wobei die Auszahlung oft nach zwei oder drei Tagen erfolgt.

Vor dem Kreditantrag sollte die Nutzung eines Kreditrechners und ein Anbietervergleich vorgenommen werden, um tatsächlich die günstigen Konditionen zu ermitteln. So kann man einen verträglichen Kredit beantragen, bei dessen Tilgung der Haushalt nicht über Gebühr belastet wird.

Kredit für Hund oder Katze